Neue Schutzhütte für „grünes Klassenzimmer“

Foto © Hinnerk Schröer Von links: Derk-Jan Elbert, Jörg Brouwer (beide Naturschutzstiftung), Christian Haye-Warfelmann (Stadtwerke), Hartmut Schrap, Paul Uphaus (beide Naturschutzstiftung), Bernhard Weinberg (Stadtwerke).

Stadtwerke-Spende macht Projekt im Schulwald möglich.

Im Schüttorfer Schulwald haben die Kinder der Evangelischen Grundschule und der Süsteresch-Grundschule die Möglichkeit, Naturschutz hautnah kennenzulernen. In Zukunft können die Schülerinnen und Schüler die Natur in ihrem „grünen Klassenzimmer“ wetterunabhängiger unter die Lupe nehmen. Denn dank der Unterstützung der Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren konnte die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, die den Schulwald vor rund zweieinhalb Jahren verwirklichte, auf dem Gelände in der Nähe des Bentheimer Waldes an der Ecke Körnerstraße/Bahndamm eine Schutzhütte bauen. Rund 2500 Euro hat das Projekt insgesamt gekostet. Finanziert werden konnte die Maßnahmen aus Mitteln, die zur Verfügung stehen, weil die Stadtwerke seit mehreren Jahren auf Geschenke verzichten und stattdessen mit einer Spende Vereine und Organisationen unterstützen. „Natur- und Klimaschutz ist für uns ein Riesenthema, deshalb haben wir uns schnell für das Projekt der Naturschutzstiftung entschieden“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Bernhard Weinberg bei der Besichtung der neuen Schutzhütte, die Stiftungsmitarbeiter Derk-Jan Elbert und Jörg Brouwer in den vergangenen Wochen mit Liebe zum Detail entworfen und gebaut haben. Das Fichten- und Lerchenholz stammt dabei aus eigenen Wäldern.

Das Geschäftsführer-Duo Hartmut Schrap und Paul Uphaus berichtete, dass es in der Grafschaft Bentheim aktuell sechs Schulwälder in Schüttorf, Quendorf, Bardel, Nordhorn, Uelsen und Laar gibt. Das Gelände in Schüttorf ist mittlerweile das vierte, das mit einer Schutzhütte ausgestattet wurde. Allerdings ist es die erste Schutzhütte, die die Naturschutzstiftung komplett in Eigenregie fertigstellte. Die anderen drei Unterstände waren von der Stiftung „Zukunft Wald“ gestiftet worden, die eng mit dem Projekt verzahnt ist. Im Jahr 2017 wurde für den Schüttorfer Schulwald ein 30-jähriger Vertrag zusammen mit der Stiftung geschlossen, die ihren Sitz in Braunschweig hat. Im Rahmen des Schutzhüttenbaus wurden auch weitere Maßnahmen durchgeführt. So hat der Schulwald ein neues Eingangstor und einen Sitzecke mit neuen Bänken erhalten. Hartmut Schrap betonte, dass die Grafschafter Schulwälder nicht nur beim Klimaschutz eine Rolle spielen, sondern auch im Rahmen der Umweltpädagogik: „Die Schüler sind von Anfang an mit dabei. Und praktische Arbeit ist immer besser als das Lernen aus Büchern“, betonte der Vertreter der Naturschutzstiftung.

Hinnerk Schröer

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