Warnung vor unseriösen Werbeanrufen

In den letzten Wochen werden wir wieder vermehrt von Kunden angesprochen, die Anrufe von unseriösen Energiedienstleistern bekommen haben. Teilweise geben sich die Anrufer als Mitarbeiter der Stadtwerke aus und stellen Fragen zur Stromabrechnung. So ist es auch einer Mitarbeiterin von uns passiert. Der Anruf kam von einer unbekannten Mobilfunknummer und auf Fragen zu seinem Namen und dem seines Auftraggebers wollte der "mutmaßliche Kollege" keine Angaben machen.

Andere Betrüger locken am Telefon mit vermeintlich günstigen Tarifen und Prämien. Das Ziel ist immer das Gleiche: Der Verbraucher soll den Energiedienstleister wechseln. Dafür reicht neben dem Namen schon die Zählernummer. Bei der Beschaffung der nötigen Daten werden die Betrüger immer geschickter in der Gesprächsführung und nutzen gezielt die Unsicherheit, besonders von älteren Menschen, aus.

Seriöse Energiedienstleister distanzieren sich klar von unerlaubter Telefonwerbung, die gerade in Krisenzeiten zuzunehmen scheint. So gingen allein bei der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr über 63.000 schriftliche Beschwerden wegen unerlaubter Werbeanrufe ein. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren, weshalb die Bundesnetzagentur die strafrechtliche Verfolgung dieser Verstöße weiter intensiviert.

Wie können sich Verbraucher nun am besten schützen? Wer sich nicht sicher ist, ob der Anruf wirklich vom eigenen Energieversorger kommt, legt einfach auf. Wenn möglich notieren Sie den Namen und die Telefonnummer des Anrufers und melden dies Ihrem Energieversorger. Hier wird man versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten.

Geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten wie Zählernummer, Verbräuche oder Kontodaten an Unbekannte weiter. Wer doch am Telefon „überrannt“ wurde und in den folgenden Tagen ein Begrüßungsschreiben inklusive eines neuen Liefervertrags erhält, sollte auf jeden Fall von seinem gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch machen und sich bei uns melden.

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