Schüttorf erstrahlt in neuem Licht

Stadtwerke rüsten Straßenlaternen mit LEDs aus – Bund fördert 1,4-Millionen-Euro Projekt

Bernd Windau (Stadtwerke), Ernst Müller (Vertreter des Bürgermeisters von Emsbüren), Bernhard Overberg (Emsbürener Bürgermeister), Manfred Windhaus (Schüttorfer Stadtdirektor), Marita Hülmann und Bernhard Weinberg (beide Stadtwerke) (von links). Foto: Stephan-Park

GN, 19.08.2017 

Schüttorf und Emsbüren leuchten bald im Licht tausender LEDs. Die gemeinsamen Stadtwerke stellen derzeit für 1,4 Millionen Euro die Straßenbeleuchtung auf die energiesparenden Leuchtdioden um. Dazu stellt der Bund Fördergelder in Höhe von 230.000 Euro zur Verfügung.

 

 „Die Stadtwerke sind ihrer Zeit voraus“, sagt Schüttorfs Stadtdirektor Manfred Windhaus. Der laufende Lichtpunkt-Vertrag mit den Stadtwerken sieht eine Umstellung von 90 Prozent der Straßenbeleuchtung auf LEDs bis zum Jahr 2035 vor. Das Ziel wird nun aber aller Voraussicht nach schon früher erreicht. Denn bis September werden in Schüttorf bereits 73 Prozent und in Emsbüren 56 Prozent der Laternen umgerüstet. „Das ist durch die Teilnahme an einem Klimaschutzprojekt des Bundes möglich. Wir erhalten für die 1,37-Millionen Euro teure Umrüstung Fördergelder in Höhe von 230.000 Euro“, erklärt Bernhard Weinberg, Geschäftsführer der Stadtwerke.

 

Der Startschuss für die Umstellung ist in der Schüttorfer Innenstadt und beim Heimathof in Emsbüren gefallen. Nun werden sukzessive alle weiteren Straßenzüge folgen. Am Ende werden in beiden Kommunen über 2000 Leuchtenköpfe ausgetauscht. Die meisten Masten sind von der Umrüstung nicht betroffen. „Ausgewechselt werden nur die Masten, zu denen die neuen Leuchtenköpfe optisch überhaupt nicht passen. Darauf wird durchaus geachtet“, sagt Stadtwerke-Mitarbeiter Bernd Windau. Die Umrüstung übernimmt eine Fremdfirma. „Wir hätten natürlich lieber unsere eigenen Mitarbeiter eingesetzt. Dann hätten wir aber keine Fördermittel vom Bund für die Umrüstung erhalten“, sagt der Geschäftsführer. Verändern wird sich durch die Umstellung die Lichtfarbe in den Kommunen. „An den Hauptstraßen werden LEDs mit neutral-weißem Licht installiert. Die Sammel- und Anliegerstraßen erhalten LEDs mit einem warmen weißen Schein“, sagt der Geschäftsführer.

 

Die LEDs haben eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. Die Stadtwerke rechnen damit, dass durch die Umrüstung in den beiden kommenden Jahrzehnten 4800 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden. „Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz“, betont Geschäftsführer Bernhard Weinberg. Da die Stadtwerke für die Wartung und Erneuerung zuständig sind, entstehen den beiden Kommunen keine unvorhergesehenen Kosten durch die Umrüstung. „Die Planungssicherheit durch den Lichtpunktvertrag hat sich schon jetzt bezahlt gemacht. Unsere Erwartungen wurden übererfüllt“, meint Manfred Windhaus. Emsbürens Bürgermeister Bernhard Overberg fügt hinzu: „Wir haben bereits einige positive Rückmeldungen über die Leuchtdioden aus der Bevölkerung erhalten. Das bekräftigt, dass wir interkommunal und mit den Stadtwerken alles genau richtig gemacht haben.“