Drei neue Strom-Tankstellen für Schüttorf

Stadtwerke nehmen Ladesäulen in Betrieb

Wolfgang Auffenberg, Bernd Windau, Sandra Gruber-Bruns (Stadwerke), Manfred Windhaus (Schüttorfer Stadtdirektor) und Bernhard Weinberg (Geschäftsführer Stadtwerke). Foto: Schröer

GN, 02.09.2017

Der Klimawandel und immer neue Details zu Abgas-Skandalen sorgen dafür, dass die Zukunft des Autos in den Fokus rückt. In Schüttorf haben die Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren die ersten Schritte in Richtung Elektroauto auf den Weg gebracht. In der vergangenen Woche wurden vier öffentliche Ladesäulen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke in Betrieb genommen.

Eine Ladesäule findet sich direkt bei den Stadtwerken, zwei weitere Stromtankstellen auf dem Gebiet der Samtgemeinde stehen am Quendorfer See und beim Vechtezentrum. Ladesäule Nummer vier steht am Rathaus in Emsbüren. Alle Säulen sind sowohl mit Schnellladekabeln, als auch mit Steckdosen ausgestattet. „Die Förderung der E-Mobilität liegt uns sehr am Herzen. Denn Strom tanken ist eine umweltfreundliche Alternative zum Kraftstoff. Bei uns können die Kunden auch sicher sein, dass sie grünen Strom aus erneuerbaren Energien bekommen“, betont Geschäftsführer Bernhard Weinberg. Dabei wollen die Stadtwerke auch selbst vorangehen. Denn der Versorger hat nicht nur in den Ausbau der Lademöglichkeiten investiert, sondern auch selbst ein Elektroauto angeschafft.

Insgesamt kostet das Projekt rund 120.000 Euro. Ein Drittel davon ist in die Ladesäulen- Infrastruktur geflossen. Der Bund gibt Fördermittel in Höhe von 20.000 Euro dazu. „Für uns ist das ein erster Schritt. Als Nächstes sollen bei unseren Firmenfahrzeugen auch Bullis mit E-Antrieb folgen“, berichtet Weinberg. „Wir freuen uns als Gesellschafter der Stadtwerke, dass wir dieses Feld besetzen können“, sagte Stadtdirektor Manfred Windhaus, der selbst mit einem E-Auto der Stadtverwaltung zum Termin gekommen ist. Auf dem Weg in die E-Mobilität sind aber noch einige große Hürden zu umschiffen.

Für den Massenmarkt sind die Fahrzeuge schlicht noch zu teuer. Außerdem sind Reichweite und Lademöglichkeiten ein Problem. In der Vechtestadt sind derzeit weniger als zehn Autos mit Elektro-Antrieb unterwegs. „In fünf bis zehn Jahren wird das wie heute bei den E-Bikes ganz anders aussehen“, lautet Weinbergs Überzeugung. Die Stadtwerke wollen die Hürden für den Einstieg aber senken. Deshalb bieten sie eine Stromflatrate fürs Tanken an. Für acht Euro im Monat können Kunden der Stadtwerke ihre E-Autos mit einer eLadekarte so oft auftanken, wie sie möchten. Wer kein Kunde ist, bezahlt das Doppelte. Aber auch der Preis soll noch ein finanzieller Anreiz sein, auf die abgasfreie Variante umzusteigen. Denn die Kosten für rund 100 Kilometer betragen zwischen drei und vier Euro.